Montag, 21. Dezember 2009

Peru

Buenos dias,

Denise und ich waren vom 1.-19.11. in einer anderen Welt, wir haben einen Aktivurlaub in Peru gemacht, wo wir sehr viel erlebt haben.
Wir waren in einer Gruppe von 12 Leuten unterwegs (je 6 Frauen und Männer, davon aber nur 2 Pärchen), alle in unserem Alter. Bereits am 3. Tag haben wir festgestellt, dass wir die Tour etwas unterschätzt haben, denn es ging gleich zu Beginn in die Vollen, mountainbiken, rafting, wandern etc. Letztlich hatten wir in den 2,5 Wochen Peru gerade 2x einen halben Nachmittag freie Zeit, sonst war immer Programm.
Von Lima aus ging es gleich am nächsten Morgen nach Cusco, einer 300.000 Einwohnerstadt im Landesinneren auf rund 3.500m Höhe; Cusco war sozusagen unser Dreh- und Angelpunkt. Dort angekommen sind wir erst einmal 3h mit dem Bus gefahren, dann gleich auf die Mountainbikes, Downhill und so, noch eine Besichtigung und irgendwann abends waren wir im Hotel, hundemüde. Am nächsten Tag um 4h aufstehen, Busfahrt, rafting, Mittagessen, mountainbiken, abends noch Essen gehen.

Vom 3.-6.Tag sind wir den Salkantay-Trial gewandert, was hieß, jeden Tag um 4:30h aufstehen, 5-7h wandern, da mussten wir über ein 4.600m-Pass bei Regen und Schnee… am 4.Tag war dann Aufstieg zu Maccu Picchu, 4h morgen los laufen oder besser gesagt 2h lang nur Treppensteigen, damit wir unter den ersten 200 Menschen am Eingang stehen, nur damit wir dann innerhalb des Geländes nochmals 1h Treppensteigen dürften, nur um Wayna Picchu zu erklimmen… aber es hat sich gelohnt.

Völlig gerädert kamen wir dann nachmittags wieder in Cusco an, wo wir dann mal ein paar wenige Stunden für uns hatten.
Am nächsten Tag ging es gleich weiter auf über 4.100m, wo wir dann 2 Tage lang mit den MTBs bis auf 500m in Dschungel hinab gefahren sind. Anschließend waren wir 4+1 Tage im Dschungel (+1 weil der Pilot nicht kam und im Krankenhaus lag, es hieß nur „vielleicht kommt er morgen, vielleicht auch nicht…“). Der Dschungel hat uns am meisten beeindruckt, denn das kannten wir in der Form noch nicht, das war einfach fantastisch. Unser Guide, ein Biologe, hat uns sehr viel über Tiere und Pflanzen erzählt und Wanderungen bei 35° im Schatten bei gefühlten 300% Luftfeuchtigkeit waren besonders lustig, vor allem weil man lange Sache anhaben musste um nicht vollkommen zerstochen zu werden.

Als das Flugzeug nach 5 Tagen dann doch kam, waren wir wieder in Cusco und sind tags darauf gleich wieder aufgebrochen, 8h Busfahrt zum Titicaca-See, wo wir noch 2 Tage verbrachten, 1 Tag davon bei Einheimischen, was natürlich schon ein bisschen touristisch war, aber dennoch authentisch wirkte. Es war wirklich interessant zu sehen wie die Peruaner auf 4.000m Höhe leben, da relativieren sich viele „Probleme“, die wir Europäer so haben. Überhaupt relativiert sich vieles, wenn man sieht wie einfach aber glücklich Menschen leben können, wenn nicht ständig nur um Geld und Neid geht.

Wie auch immer, vom Titicaca-See aus (der ist 13x so groß wie der Bodensee) ging’s zurück nach Lima und nach einer Crash-Stadtrundfahrt auch wieder zurück in eine (von Peru aus gesehen) andere Welt.
Der Urlaub in Peru hat uns sehr beeindruckt, vor allem die Natur ist sehr beeindruckend. Und wenn man das ganze dann auch noch mit aktiver Bewegung spickt, einfach hervorragend!!

Natürlich gäbe es zig tausend Geschichten zu erzählen, von Jesus Meerschweinchen essend beim Abendmahl, über Rheumakranke Schilfinselbewohner auf dem Titicaca-See, oder einfach nur Viehzeugs in unseren Hütten im Dschungel…

Grüße
Thorsten

Montag, 21. September 2009

Donnerstag, 17. September 2009

Back to Kona

Am Sonntag, den 13.9.2009 fand der Ironman Wisconsin in Madison, USA statt. Um es kurz zu machen, Ja, ich habe die Quali :-) Mit einer Endzeit von rund 9:33h bin ich sogar 2. meiner AK geworden!!… aber ich sag’s euch, vor allem der Marathon, dass war knüppelhart, Roth war schon grenzwertig, aber das hier war die Hölle.

Der Ironman wurde bereits zum achten Mal ausgetragen. Mein Ziel war die Qualifikation für Hawaii 2010. Mein insgeheimes Ziel war aber ein Podiumsplatz, also Top3, und so habe ich auch die letzten 6 Wochen trainiert. Ich wollte das Schwimmen etwas defensiver angehen, aber dann auf dem Rad alles geben und hoffen, dass ich noch gut laufen kann. Aber als ich die Rad- und Laufstrecke gesehen hatte, habe ich mich schnell für eine konservativere Variante entschieden und die ging dann auch auf.

Die äußeren Bedingungen am Wettkampftag waren recht gut, wobei es ab Mittag doch eher sehr warm bzw. sogar heiß wurde. Bei den zwei Runden schwimmen im Monona See war anfangs etwas Geprügel, aber es hielt sich in Grenzen. Ich schwamm wie in Roth hart an, habe mich dann aber zurückfallen lassen. Wasserschatten hatte ich leider keinen gefunden, zudem war gut Strömung und Wellengang, aber mit 1:03h – auch wenn es sich schneller angefühlt hat – konnte ich leben.
Auf dem Rad habe ich mich zunächst zurückgehalten und mich sogar von drei Athleten überholen lassen (vorübergehend J ); aber ab KM60 etwa lief’s und ich kam immer besser in Fahrt. Der Nachteil war dann allerdings, dass ich 120km alleine gefahren bin, da ich von hinten keiner mehr kam und die vor mir habe ich alle relativ leicht überholen können, da es sich größtenteils um überrundete Athleten handelte. Z.T. bin ich sogar 10km ganz alleine gefahren und habe vor mir niemanden gesehen. Verfahren habe ich mich auch als ich einem Auto hinterher bin anstelle abzubiegen, aber so bin ich halt, das gehört anscheinend dazu J Mit einem Radsplit von 5:05h bei 184 absolut hügeligen Kilometern auf teilweise sehr schlechtem Belag, bin ich echt zufrieden und sogar von Platz 32 auf Platz 4 meiner Altersklasse vor gefahren.
Als Vierter ging ich dann auf die Laufstrecke und war auch recht schnell Zweiter (die HHT-Betreuerin hat mir das bei KM8 etwa mitgeteilt). Mein angestrebtes „lockeres“ 4:30er-Tempo konnte ich anfangs auch noch „locker“ halten, aber ab Meile 5 war’s dann aus, ich wurde ich immer langsamer und langsamer und… überholt hat mich trotzdem keiner J Der Führende meiner AK war rund 20min vor mir, also außer Reichweite und so wollte ich auf Biegen und Brechen den 2.Platz halten. An den kurzen Wendepunkten konnte ich sehen wie viel Zeit ich Vorsprung hatte. Leider kamen da dann doch der ein oder andere aufgelaufen, während mein Tempo immer langsamer wurde. Auf der zweiten Laufrunde sind aus 5min nur noch 3min, dann nur noch 2min Vorsprung geworden, ich hatte mit Krämpfen zu tun, konnte gerade noch so ein 5er-Tempo halten, doch dann war der engste „Feind“ weg, hat wohl überzockt und ist weggeplatzt, ich war kurzzeitig beruhigt, bis ich den nächsten „Widerling“ entdeckt habe, und den konnte ich nicht abschütteln, nur konstant auf ca. 1,5-2min Abstand halten. Ich sag’s euch, ich war echt am Ende, da ging nichts mehr, ich hatte nur noch Krämpfe, meine Knie gaben nach, mein Magen rumorte, Seitenstechen… dann noch 4 Meilen und meine Frau Denise kam mir entgegen (sie machte ihren ersten Ironman und wurde ebenfalls von Mike Ralley im Ziel mit „Denise, you are Ironman“ empfangen), das pushte mich nochmals, denn ich rief ich zu „Wir fliegen nach Kona!“ und ich versuchte das allerallerallerletzte aus mir heraus zu holen und verteidigte die 1,5min Vorsprung bin ins Ziel… Alter Schwede, das war echt einer – wenn nicht DER - der härtesten Marathons überhaupt.

Insgesamt bin ich mit Platz 17 gesamt super zufrieden. Der Kurs hier ist wirklich anspruchsvoll und von der Stimmung, Landschaft, Leute, Organisation etc. sehr empfehlenswert.

Mahalo
Thorsten

Dienstag, 8. September 2009

IM Wisconsin - die Zweite

Aloha zusammen,
vorgestern kamen Denise und ich hier in Madison, Bundesstaat Wisconsin an. Derzeit ist es bei rund 28° sonnig warm (leider ist Regen zum WE angesagt, aber mal gucken), das Hotel, die Stadt, alles klasse.
Die HHT-Gruppe besteht so aus ca. 35 Athleten, die natürlich alle die Quali wollen :-)
Gestern sind wir die Radstrecke abgefahren, Alter Schwede, die Strecke hat es in sich: Extrem schlechter Straßenbelag, viele Schlaglöcher, sehr viel Kurven, es geht permanent hoch und runter, zwar kaum längere oder steile Anstiege, aber die längste Flachetappe dürfte max. 500m betragen... eine Strecke, auf der man sich so richtig abschießen kann...
Heute waren wir auf der Laufstrecke, auch die ist nicht ohne, viele Kurven, ebenfalls sehr wellig mit zwei heftigeren Anstiegen, aber was solls, ich hoffe die anderen leiden mehr als ich :-)

Mahalo
Thorsten



Freitag, 7. August 2009

IM Wisconsin

Hallo ihr Lieben,

ich habe mich vorletzte Woche entschieden noch beim Ironman Wisconsin am 13.09.2009 zu starten.
Ich hatte zunächst etwas gehadert, da es finanziell doch nicht ohne ist, zumal ich gerne Denise mitnehmen würde. Die Alternative Marathon oder noch die ein oder andere Kurzdistanz reizt mich eigentlich nicht wirklich, da ich dieses Jahr für die Langdistanz trainiert habe und die Form ja auch passt... wie man in Roth sah.
Allerdings ist der Kurs in Wisconsin echt nicht ohne, knapp 2000 Höhenmeter auf dem Rad, eine sehr wellige Laufstrecke und eine Wechselzone auf dem Dach eines Parkhauses.
Ich habe mich bei 2 Athleten etwas schlau gemacht und mir ein paar Tipps für den Kurs geholt. Insgesamt sieht es wohl so aus, dass man mindestens 50min auf die Zeit in Roth aufaddieren muss. Dies zeigt auch, dass die Besten meiner Altersklasse 9:30h und mehr brauchen. Also, bitte wundert euch nicht, wenn ich eine Radzeit von 5:20h oder mehr habe :-)

so, keep on swimming, cycling and running
Thorsten

Sonntag, 2. August 2009

Sonntag, 12. Juli 2009

Win-or-die - Der Quelle Challenge Roth 2009

Was soll ich dazu noch sagen, 8:39:27h, das dürfte wohl meine schnellste Langdistanz meines Lebens gewesen sein. Diese Zeit ist kaum noch überbietbar… eigentlich müsste ich jetzt mit Triathlon aufhören… mal wieder. Viele hatten mich gestern gefragt wie es denn jetzt weiter gehen soll, ich habe die gleiche Antwort wie schon letztes Jahr nach Roth, das Jahr davor und davor und… gegeben, einfach weiterhin Spaß an diesem Sport haben, das zählt.

Aber der Reihe nach. Ich hatte mir in meinen kühnsten Träumen eine 8:55h zugetraut, das war meines Erachtens nach gerade noch realistisch was meine Trainings- und Wettkampfdaten anging. Meine „Strategie“ war, mich beim Schwimmen einmal etwas zurück zu halten (ca.57min), endlich mal wieder einen guten Radsplit (4:50h) und einen 3:08h-Marathon dachte ich mir, sollte ich noch laufen können…
Letztlich sah es so aus, dass ich wie immer viel schnell angeschwommen bin, habe dann aber auf halben Wege zur Wende die Gruppe ziehen lassen und auf die nächste gewartet. Nach ein paar Schlägen und etwas Gerangel wo mir auch meine Brille halb runtergeschlagen wurde, konnte ich mich dann auf dem Rückweg in Richtung zweiten Wendepunkt hinten einreihen und relativ entspannt im Wasserschatten schwimmen… gegen Ende hat das sogar fast Spaß gemacht und mit einer Zeit von 56:16min war ich sehr zufrieden.
Ein endlich mal gelungener Wechsel brachte mich nach weniger als 58min auf’s Rad, wo ich dann doch von Anfang an versuchen wollte meinen Puls auf über 150 zu halten. Bei KM7 oder so kam ein Motorrad mit Kamera an und ich hörte von hinten eine Stimme „Thorsten, winke mal in die Kamera“… und siehe da, mein Kumpel und Vereinskollege Krelli war auch da, wobei ich echt überrascht war, ich dachte er wäre schon fast bei Greding :-) Wir konnten dann bestimmt 120km zusammen fahren und es hat echt Spaß gemacht, das Tempo war hoch, die Stimmung klasse,, z.B. am Kalvarienberg, nach Hip zurück und natürlich am Solar Berg der Hammer, da wird man regelrecht „hochgeschrien“ es lief einfach. Die erste Runde war in gut 2:14h absolviert und es ging auf die zweite. Krelli meinte nur „So, jetzt geht’s los“ und ich – mit einem kleinen Durchhänger – ahnte Böses :-) Auf der Strecke war mittlerweile deutlich mehr los, da die ganzen Staffelradler auch da waren und manche dachten wohl, dass sie da einfach mal mitfahren können, überholten einen, ließen sich wieder zurückfallen. Somit wurde das Tempo immer weiter verschleppt und am K.Berg wurde mir das echt zu blöde, ich attackierte und fuhr mehr oder weniger alleine vorn weg, in der Hoffnung, dass nur der Krelli mitfahren kann. Aber ich kam immer besser in Tritt und dachte mir „win or die“, jetzt fährst du was das Zeug hält. Die zweite Runde hatte ich dann in 2:12h und sah, dass ich einen Radsplit unter 4:40h schaffen könnte. Etwas übermotiviert bin ich dann die letzten 8km von der Kanalbrücke bis zum zweiten Wechsel in 11min oder so gefahren, was ging, aber der Radsplit mit 4:39:13h steht ein Leben lang.
Nach 5:39h ging dann auf die Laufstrecke, 10min schneller als geplant und ein 3:20h-Marathon hätte für mein Ziel „Sub9“ gereicht. 3:10h für den Marathon und ich würde unter 8:50h bleiben, das war mein Ziel, d.h. jeden Kilometer unter 4:30min, das sollte machbar sein… aber bereits auf den ersten Metern hatte ich solche Schmerzen im Schienbeinbereich, dass ich echt ans Aufgeben gedachte hatte, da ging gar nichts, die Muskels hatten gebrannt ohne Ende. So schleppte ich mich die ersten 4-5km mit fürchterlichen Schmerzen dahin, zudem überholten mich noch 2 Athleten mit einem Tempo als ob sie noch den Sieg einfahren wollten, was mich natürlich noch langsamer aussehen ließ. Egal wie, das Tempo war dennoch mit ca. 4:15min/km gut und so eierte ich in Richtung Kanal und ersten Wendepunkt. Da kam mir dann auch Stadler & Co entgegen (da war er noch führend). Am ersten Wendepunkt wurde hinter mir die 2. und 3. Frau angekündigt. Die 2. Frau (Keat) überholte mich dann auch, aber egal. Ich lief meinen Stiefel weiter und konnte das Tempo echt sehr konstant halten. An dieser Stelle möchte ich mich beim Marcus Schattner bedanken, der mich auf der Strecke nicht nur mit Iso-Gels versorgt hat, sondern immer und immer wieder angetrieben hat! Ab KM23-24 etwa merkte ich dann auch wie es mit jedem Kilometer zunehmend noch härter wurde. Die Strecke zum 2.Wendpunkt war doch schon die reinste Qual, aber die Gedanke, eine 8:4x zu haben spornte mich an. Viele viele Kumpeln, Vereinskollegen etc. feuerten mich, sangen sogar Lieder, motivierten mich, sodass ich gar nicht hätte langsamer werden können. Nach dem Wendepunkt, wieder zurück am Kanal, lagen dann die letzten 9km vor mir und ich wusste es geht „nach Hause“. Aber wie gesagt, der körperliche Verfall schritt fort und ab KM39 bahnten sich dann zunehmend Krämpfe an. Die Zuschauer, andere Athleten etc. nahm ich gar nicht mehr wahr, ich wollte nur noch ins Ziel. Ich lief beim Arndt-Zelt vorbei, wo Hannes versuchte mich nochmals richtig zu motivieren. Bei KM-Schild 41 sagte meine Uhr 8:35:xx, d.h. ich konnte auch noch unter 8:40h bleiben, genau das wollte ich dieses Jahr vermeiden, keinen Schlussspurt, sondern den Zieleinlauf genießen, aber wie Hannes zu mir meinte „Der Schmerz vergeht, der Ruhm“ bleibt, so habe ich wie im Jahr zuvor noch einmal versucht zu beschleunigen, alles aus meinen Körper rauszuholen und bin gerannt. Letztes Jahr hatte ich 4:20min gebraucht, dieses Jahr musste ich schneller sein, aber am Beginn des Zielkanals hatte ich noch ca. 100sek, das sollte reichen… als ich dann plötzlich die 2.Frau vor mir hatte mit Kindern mit Luftballons im Schlepptau, ich dachte ich werd' nicht mehr, die tänzelte da umher und ließ sich natürlich feiern und ich hinter ihr und komme nicht vorbei bzw. da überholt man einfach nicht. Ich wäre fast durchgedreht und als sie dann mich bzw. die Uhr gegenüber sah, begriff sie, lief weiter und ich sah, dass es reichen würde. Mit etwas Abstand hinter Keat lief ich mit einer Marathonzeit von 3:00:30h dann nach 8:39:27h ins Ziel, eine Zeit, die ich mir NIE hätte auch nur erträumen lassen… der Triathlon-Höhepunkt in meinen Leben, die schnellste Langdistanz meines Lebens, das steht fest.

Vielen vielen dank an alle, die mich angefeuert und unterstützt haben, mit denen ich trainieren konnte, die mich stets motiviert haben, die… Danke an Alle!

Der Krelli kam übrigens mit 8:54:58h deutlich unter 9h ins Ziel – Glückwünsch mein Großer!
Und meine Frau Denise fuhr in der Staffel die 180km Rad in fantastischen 6:11h!!

Sportlichst
Euer Thorsten

P.S.: Meine Beine, vor allem die Waden, schmerzen heute schon etwas… aber die Schmerzen vergehen ja :-)

Dienstag, 7. Juli 2009

Charity-Lauf in Kalchreuth

Am Freitag, den 26.6. durfte ich noch bei einem Wohltätigkeitslauf in Kalchreuth teilnehmen. Eine Arbeitskollegin - die Ilona Nunhöfer -, deren Tochter in der 2.Klasse der Grundschlue Kalchreuth ist, hatte mich gefragt, ob ich nicht zwischen 14-16h ein paar Runden laufen will, wobei für jede 500m-Runde der Pate/die Patin eines jeden Kindes zahlen muss. Ich habe noch ein paar Kollegas (Susi, Denise, Sebastian, David) animiert, und so liefen wir zu fünft 1h lang umher...
Wir starteten erst um 15h, holten aber Runde für Runde auf!
Und siehe da, die 2.Klasse hat gleich einmal gewonnen und hat als besonderes Schmankerl anstelle einer Mathestunde jetzt 1h Spielplatz ergattert.
Insgesamt kamen rund 1000€ zusammen!


Das Bild stammt von Ilonas Tochter, auf dem haben ihre Klassenkameradinnen unterschrieben, voll genial!!!

keep on running
Thorsten

Montag, 29. Juni 2009

Rothseetriathlon

Gestern fand der Rothseetriathlon statt, bei sehr guten Bedingungen und einer sehr guten Organisation.

Das Ergebnis war ganz ok, nicht überragend, aber ich bin zufrieden. Das Resultat bestätigt mir eigentlich meine Vermutung, dass ich in allen drei Disziplinen ähnlich gut drauf bin wie letztes Jahr, nicht besser, aber auch nicht schlechter. Der Unterschied zu letztem Jahr ist, dass ich noch fokussierter war was die Sub9h angeht, aber vielleicht kann ich dieses Jahr etwas entspannter an die Sache gehen...

Das Schwimmen war ganz gut, bin mit Krelli und Robert Kellermann (zwei Vereinskollegen) zeitgleich aus dem Wasser, aber dank eines mäßigen Wechsels, war die "Verfolgergruppe" dann weg, die sich natürlich gegenseitig hochgezogen haben, während ich mehr oder weniger alleine fahren musste. Zum Laufen war der Abstand zum nächsten Athleten vor mir rund 2min!!!, von hinten kam auch keiner, da musste ich mich nicht mehr allzu sehr abmühen... aber auch gut, somit habe ich heute keine schweren Beine, passt :-)

Ansonsten heißt es jetzt Ruhe bewahren, "tapern", sich gut erholen und vor allem mental auf den QRC vorbereiten, dann wird gerockt :-)

Grüße
Thorsten

Dienstag, 16. Juni 2009

Kallmünz

Am Samstag war in Kallmünz mein Triathlonauftakt für dieses Jahr.
Ich bin insgesamt doch recht zufrieden, auch wenn ich nie Lust auf Wettkampf habe, mich nervt das immer total an, aber wenn ich dann im Ziel bin, dann fühlt es sich immer super an :-) Schwimmen wird auch langsam, ich bin sogar vor dem Ralf Preissl aus dem Wasser, aber der 1.Wechsel war so schlecht, dass mich gleich 3 oder 4 Leute überholt haben. Auf dem Rad habe ich mich etwas zurückgehalten (habe aber trotzdem ein paar Plätze gut gemacht), da bin ich im Training schon härter gefahren. Besonders unangenehm war der saumäßige Wind dieses Jahr, der vor allem auf den ca.7km zurück nach Kallmünz einem ins Gesicht bließ. Das Laufen war im Nachhinein der Hammer, aber sehr schmerzhaft. Ich bin sehr zügig los um gleich 2 Athleten, die direkt vor mir auf die Laufstrecke gingen, zu überholen. Aber ab KM1,5 etwa hatte ich tierische Schmerzen in den Muskeln am Schienbein bekommen und musste echt rausnehmen, sogar fast gehen. So habe ich mich bis zum Wendepunkte geschleppt und da von hinten keiner kam, der vor mir lief genauso schnell wie ich, hätte es eigentlich ein lockeres Nach-Hause-Laufen werden können. Aber als der vor mir etwas langsamer wurde und ich ran kam, habe ich immer weiter beschleunigt, den bei KM7,5 überholt und sogar noch den 5.Platzierten bei KM9,5 im Sprint nach Kallmünz rein überholt... und dann war auf einmal der Krelli vor mir, der hatte an der Wende noch etwa 1min Vorsprung und dachte wohl, dass von hinten niemand mehr kommt :-)


Aber egal, der Rückweg war mit genau 17min echt verdammt schnell...
Das Ergebnis jetzt, schwere Beine und 2 Mörderblasen an den Füßen :-)

Kallmünz ist mittlerweile der Klassiker bei uns, da die Atmosphäre dort fantastisch ist, die Helfer, die Zuschauer, einfach alles... fast alles, nur die rund 300m Kopfsteinpflaster vom Schwimmausstieg bis zur Wechselzone sind nicht so der Hit wie man unschwer amBild erkennen kann :-)

Euer Thorsten

Freitag, 15. Mai 2009

Hip-Duathlon

Am 1.5. fand der Hilpoltsteiner Duathlon statt, bei dem ich das erste Mal teilnahm. Die Rahmenbedingungen waren sehr gut, kaum Wind, angenehme Temperaturen, auch wenn es dann in der Sonne schon gut warm wurde.
Gestartet wurde ich 3 Gruppen und wie das beim Duathlon so ist, alle stürmen los wie die Besessenen. Aber nach 3-4km lassen viele dann nach und man sammelt das Feld von hinten ein. Als 5. bin ich dann in Wechselzone eingelaufen und dank eines recht schlechten Wechsels nur als 7. auf die Radstrecke. Auf dem Rad fühlte ich mich nicht so 100% in Form und hatte gut zu kämpfen, konnte mich aber wieder auf Platz 5 vorarbeiten. Auch mein zweiter Wechsel war nur mäßig, denn ich lief an meinen Platz vorbei, bis Nr.180, obwohl ich die Nr.130 hatte, und musste wieder zurück. Na ja, auf der Laufstrecke musste ich mich dann wieder nach vorne arbeiten und konnte letztlich den 5.Platz relativ locker ins Ziel bringen, da von hinten keine Konkurrenten kamen und der vor mir zu weit weg war.
Insgesamt bin ich mit meinen Saisonauftakt sehr zufrieden.

Leider kam 2 Tage später die Retourkutsche und eine Grippe hatte mich befallen (nachdem meine Frau schon die ganze Woche im Bett lag), die mich jetzt seit fast 2 Woche lahm gelegt hat. Somit war auch kein vernünftiges oder qualitativ gutes Training möglich, was im Haupttrainingsmonat Mai natürlich fatal ist. So langsam bin ich auf den Weg der Besserung, aber von der Form Ende April bin ich meilenweit entfernt. Schon der Versuch die Intensität etwas zu erhöhen, schlägt fehl, der Puls zu hoch, kein Druck in den Beine, Kraftlosigkeit etc. Eine Überlegung war, dass ich evtl. wie schon 2007 eine Mangelerscheinung an z.B. Eisen habe (was aber bei den Menge, die ich esse, kaum sein kann :-) ), aber ein großes Blutbild am kommenden Montag soll Aufschluss geben.

Sportlichst
Thorsten

Mittwoch, 29. April 2009

Mallorca 2009

Am 28.3. ging es los zum geplanten 9tägigen Trainingslager auf Mallorca (Hotel Garonda am Ballermann 8 in S'Areal). Als wir am Hotel ankamen, fing es auch gleich zu regnen an, 13° und Regen, so sollte es die ersten 7 Tage bleiben. Da die Wetterprognose Besserung versprochen hatte, verlängerten wir mitte der Woche um 4 Tage. Aber das Ende vom Lied war, 3 Tage tatsächlich mal Sonne, dann wieder Regen.
Wie auch immer, wir konnten trotzdem gut Kilometer sammeln, wenngleich wir fast jeden Tag doch nass geworden sind. Morgens nach dem Frühstück warteten wir bis es mal aufhörte zu regnen, machten uns auf den Weg und haben eigentlich permanent nur versucht den Regen davon zu fahren, d.h. wir sind teilweise bei Llucmajor x-Mal auf und ab gefahren, weil es da meist noch halbwegs trocken war.
An den 3 schönen Tagen sind wir 2x in Berge und dort Teile des Küstenklassikers gefahren, das war echt genial. An einem der Tage hatte meine Frau Denise Geburtstag und wir haben uns nach 5,5h Bergtour direkt an der Promenda am Ballermann einen Sangria reingekippt und waren beide erst einmal für fast 1h bedient :-)

Während der knapp 2 Wochen waren wir immer ca. 10 Sportler, wobei wir meist gemeinsam los fuhren und es sich dann doch in 2-3 Gruppen aufgeteilt hatte, davon 1 Frauengruppe :-)
Zu den Örtlichkeiten: Wir fliegen extra nicht in das Trainings-Mekka Alcudia, wo sich alle Triathleten und Radsportler treffen, weil wir keine große Lust auf eine Essensschlacht am abendlichen Buffet haben, wo jeder mit Finisher-Shirt - noch verschwitzt vom letzten Trainingslauf - umher läuft, von seinen Erfolgen beim Wald-und-Wiesen-Lauf erzählt und wie viele Kilometer er schon gesammelt hat. Zudem ist S'Areal als Ausgangsort für Radtouren ganz gut und der Flughafen ist auch nicht weit entfernt.

Donnerstag, 12. März 2009

März - langsam geht's los...

Wir schreiben Mitte März, es regnet, alle Trainingskollegen waren oder sind gerade in einem Trainingslager... aber was soll's, wir fahren am 28.3. auch für 9 Tage nach Mallorca und ich hoffe auf schönes Wetter und viele gute Radkilometer.

Seit gestern hat sich meine Jobsituation etwas geändert, es heißt auch für mich jetzt im Angestelltenbereich Kurzarbeit, d.h. 3 Tage im Monat "zwangsfrei". Wirtschaftlich gesehen ist das alles überaus bedenklich, trainingstechnisch gesehen "wi a Draum".
Nach Malle hoffe ich entsprechend Radkilometer sammeln zu können. Dieses Jahr möchte ich mehr Qualität in meine Radeinheiten packen und hoffe, da nochmals ein paar Sekunden heraus holen zu können. Schwimmen und laufen ist derzeit ganz ok.

Bis Roth ist voraussichtlich folgendes geplant:
- 28.3.-6.4. - Trainingslager Mallorca
- 9.5. - Duathlon - Mittelfränkische Meisterschaften, Burgoberbach
- 13.6. - Kurztriathlon - Kallmünz
- 28.6. - Kurzriathlon - Rothsee
- 12.7. - Triathlon - Deutsche Langdistanz-Meisterschaften, Quelle Challenge Roth
Evtl. nehme ich noch an den "Hip-Duathlon" und/oder an einem 10km-Lauf teil, mal gucken...

Ansonsten hoffe und wünsche ich jedem ein verletzungsfreies Training und viele schnelle Kilometer, egal ob im Wasser, auf dem Rad oder zu Fuß.

Euer Thorsten

Donnerstag, 8. Januar 2009

A shanes nice yaw winchy (nach Günther Stössel)

Ich wurde nach Hawaii von vielen gefragt "Und was kommt jetzt?"

Eigentlich habe ich 2008 ja alles erreicht was man als ambitionierter Triathlet erreichen kann, ich bin in Roth unter der magischen Marke von 9 Stunden geblieben, ich war auf Hawaii und habe dort ein für mich persönlich klasse Wettkampf gehabt, eigentlich geht ja kaum noch mehr... Aber der Grund, wieso ich überhaupt Triahtlon betrieben habe und dies auch weiterhin tun werde, ist doch, weil es mir einfach unglaublich viel Spaß macht und solange ich Spaß daran habe, sehe ich keinen Grund wieso ich jetzt resignieren sollte. Zudem sehe ich noch einiges an Potenzial beim Schwimmen (da wird mir mein Schwimmtrainer kräftig zustimmen), beim Radfahren und auch beim Laufen, also ich kann durchaus noch besser werden, "a bissl was geht noch" :-)

Andererseits werde ich ab Februar einen neuen Job haben, der mich zeitlich deutlich mehr in Anspruch nehmen wird. Deshalb fällt es mir derzeit schwer mir ein "SMART"es Ziel (spezifisch, messbar, aktiv beeinflussbar, realistisch, terminiert) zu setzen, da ich nicht abschätzen kann, ob ich die notwendigen Trainingsumfänge und -intensitäten absolvieren kann, um mich noch einmal steigern zu können.

Aber wie dem auch sei, mein Ziel ist dennoch in Roth (und auch vorher schon) einen guten Wettkampf zu absolvieren, was am Ende dabei herauskommt, wird sich zeigen.

In diesem Sinne, "immer dran bleiben"

Sportlichst
Euer Thorsten