Montag, 21. September 2009

Donnerstag, 17. September 2009

Back to Kona

Am Sonntag, den 13.9.2009 fand der Ironman Wisconsin in Madison, USA statt. Um es kurz zu machen, Ja, ich habe die Quali :-) Mit einer Endzeit von rund 9:33h bin ich sogar 2. meiner AK geworden!!… aber ich sag’s euch, vor allem der Marathon, dass war knüppelhart, Roth war schon grenzwertig, aber das hier war die Hölle.

Der Ironman wurde bereits zum achten Mal ausgetragen. Mein Ziel war die Qualifikation für Hawaii 2010. Mein insgeheimes Ziel war aber ein Podiumsplatz, also Top3, und so habe ich auch die letzten 6 Wochen trainiert. Ich wollte das Schwimmen etwas defensiver angehen, aber dann auf dem Rad alles geben und hoffen, dass ich noch gut laufen kann. Aber als ich die Rad- und Laufstrecke gesehen hatte, habe ich mich schnell für eine konservativere Variante entschieden und die ging dann auch auf.

Die äußeren Bedingungen am Wettkampftag waren recht gut, wobei es ab Mittag doch eher sehr warm bzw. sogar heiß wurde. Bei den zwei Runden schwimmen im Monona See war anfangs etwas Geprügel, aber es hielt sich in Grenzen. Ich schwamm wie in Roth hart an, habe mich dann aber zurückfallen lassen. Wasserschatten hatte ich leider keinen gefunden, zudem war gut Strömung und Wellengang, aber mit 1:03h – auch wenn es sich schneller angefühlt hat – konnte ich leben.
Auf dem Rad habe ich mich zunächst zurückgehalten und mich sogar von drei Athleten überholen lassen (vorübergehend J ); aber ab KM60 etwa lief’s und ich kam immer besser in Fahrt. Der Nachteil war dann allerdings, dass ich 120km alleine gefahren bin, da ich von hinten keiner mehr kam und die vor mir habe ich alle relativ leicht überholen können, da es sich größtenteils um überrundete Athleten handelte. Z.T. bin ich sogar 10km ganz alleine gefahren und habe vor mir niemanden gesehen. Verfahren habe ich mich auch als ich einem Auto hinterher bin anstelle abzubiegen, aber so bin ich halt, das gehört anscheinend dazu J Mit einem Radsplit von 5:05h bei 184 absolut hügeligen Kilometern auf teilweise sehr schlechtem Belag, bin ich echt zufrieden und sogar von Platz 32 auf Platz 4 meiner Altersklasse vor gefahren.
Als Vierter ging ich dann auf die Laufstrecke und war auch recht schnell Zweiter (die HHT-Betreuerin hat mir das bei KM8 etwa mitgeteilt). Mein angestrebtes „lockeres“ 4:30er-Tempo konnte ich anfangs auch noch „locker“ halten, aber ab Meile 5 war’s dann aus, ich wurde ich immer langsamer und langsamer und… überholt hat mich trotzdem keiner J Der Führende meiner AK war rund 20min vor mir, also außer Reichweite und so wollte ich auf Biegen und Brechen den 2.Platz halten. An den kurzen Wendepunkten konnte ich sehen wie viel Zeit ich Vorsprung hatte. Leider kamen da dann doch der ein oder andere aufgelaufen, während mein Tempo immer langsamer wurde. Auf der zweiten Laufrunde sind aus 5min nur noch 3min, dann nur noch 2min Vorsprung geworden, ich hatte mit Krämpfen zu tun, konnte gerade noch so ein 5er-Tempo halten, doch dann war der engste „Feind“ weg, hat wohl überzockt und ist weggeplatzt, ich war kurzzeitig beruhigt, bis ich den nächsten „Widerling“ entdeckt habe, und den konnte ich nicht abschütteln, nur konstant auf ca. 1,5-2min Abstand halten. Ich sag’s euch, ich war echt am Ende, da ging nichts mehr, ich hatte nur noch Krämpfe, meine Knie gaben nach, mein Magen rumorte, Seitenstechen… dann noch 4 Meilen und meine Frau Denise kam mir entgegen (sie machte ihren ersten Ironman und wurde ebenfalls von Mike Ralley im Ziel mit „Denise, you are Ironman“ empfangen), das pushte mich nochmals, denn ich rief ich zu „Wir fliegen nach Kona!“ und ich versuchte das allerallerallerletzte aus mir heraus zu holen und verteidigte die 1,5min Vorsprung bin ins Ziel… Alter Schwede, das war echt einer – wenn nicht DER - der härtesten Marathons überhaupt.

Insgesamt bin ich mit Platz 17 gesamt super zufrieden. Der Kurs hier ist wirklich anspruchsvoll und von der Stimmung, Landschaft, Leute, Organisation etc. sehr empfehlenswert.

Mahalo
Thorsten

Dienstag, 8. September 2009

IM Wisconsin - die Zweite

Aloha zusammen,
vorgestern kamen Denise und ich hier in Madison, Bundesstaat Wisconsin an. Derzeit ist es bei rund 28° sonnig warm (leider ist Regen zum WE angesagt, aber mal gucken), das Hotel, die Stadt, alles klasse.
Die HHT-Gruppe besteht so aus ca. 35 Athleten, die natürlich alle die Quali wollen :-)
Gestern sind wir die Radstrecke abgefahren, Alter Schwede, die Strecke hat es in sich: Extrem schlechter Straßenbelag, viele Schlaglöcher, sehr viel Kurven, es geht permanent hoch und runter, zwar kaum längere oder steile Anstiege, aber die längste Flachetappe dürfte max. 500m betragen... eine Strecke, auf der man sich so richtig abschießen kann...
Heute waren wir auf der Laufstrecke, auch die ist nicht ohne, viele Kurven, ebenfalls sehr wellig mit zwei heftigeren Anstiegen, aber was solls, ich hoffe die anderen leiden mehr als ich :-)

Mahalo
Thorsten