Sonntag, 31. Oktober 2010

Schwank

Wenn ich derzeit schon nichts Sportliches berichten kann, nutze ich die Zeit, um mal einen Schwank aus meinen Wettkampfrepertoire zu berichten: Kallmünz 2006!

Denise und ich wollten beiden in Kallmünz teilnehmen, sie die Sprintdistanz, ich die Kurzdistanz; die Kurzdistanzler starten traditionell um 14h, die Sprinter um 15h. Da die Naab mal wieder gefühlte -5° Wassertemperatur hatte, hieß es schon im Vorfeld, dass die Schwimmstrecke für die „Kurzen“ auf 600m reduziert wird, was mir als Schwimmente ja ganz gelegen kam. Gegen 13:30h war dann Wettkampfbesprechung als ich weiter hinten einen Knall hörte, Ha, Reifen geplatzt… 1min später Denise neben mir, sie braucht nen neuen Schlauch... Super, wir beide zu ihrem Rad, aber einen Schlauch für ihre breiten MTB-Reifen hatten wir nicht mit, also zu einem der umherstehenden Händler, wollten einen Schlauch kaufen, hatten aber kein Geld, so haben wir unseren Autoschlüssel als Pfand hinterlegt, zurück zum Rad, Schlauch (natürlich das Hinterrad) gewechselt, aufpumpen ist aber ohne Pumpe schwierig, wieder zum Händler, Pumpe geborgt… Ich sah aus wie Sau und es war 13:55h, super! Völlig verschmiert bin ich in mein Neo eingestiegen, zum Start gerannt (wenn jemand Kallmünz kennt, der weiß, dass man ca. 3km (ok, ca. 300m) bis zur Brücke laufen muss), dann ins Wasser, quer durch den Fluss zum Schwimmstart, und gerade als ich ankam fiel auch schon der Startschuss. Ich bin wie ein Irrer los geschwommen, denn es waren ja nur 600m. Nach einiger Zeit dachte ich mir, dass eigentlich bald die Wende kommen müsste, mir kam das Laktat schon aus den Ohren raus, aber keine Wende in Sicht. Gefühlte 25min später im Laktatrausch war ich mir dann sicher, dass wir dann wohl doch 1,5km schwimmen. Völlig fertig kam dann endlich die Wende, zum Glück ging es dann mit der Strömung zurück, aber ich war fix und alle, aber hatte eine für mich gute Schwimmzeit :-)
Am Ende bin ich dann sogar gesamt 10. oder so geworden. Hinterher erfuhr ich dann auch, dass es kurz nach der Wettkampfbesprechung noch Diskussionen gab und dann doch entschieden wurde 1,5km zu schwimmen… ich war da gerade irgendwo zwischen Schlauchkaufen und Aufpumpen :-)

Ein paar Schmakerl habe ich noch auf Lager, es gibt ja kaum einen Wettkampf, bei dem ich mich nicht verfahren oder verlaufen hätte…

Grüße
Euer Thorsten

Freitag, 15. Oktober 2010

Der glückliche Unglücke... oder umgekehrt

Seit rund 2 Wochen bin ich jetzt wieder zuhause und fühle mich den Umständen entsprechend eigentlich ganz gut. Ich muss jetzt halt 6 Monate lang Macrumar nehmen, dieses blutgerinnungshemmende Medikament, dazu 6 Monate lang Thrombosestrümpfe (machen zumindest ein schlankes Bein :-) ). Aufpassen muss ich halt, wenn ich mich mal stoße oder schneide, ich blute dann halt wie "Sau", aber gut...
Zumindest weiß ich jetzt was ich habe, es ist zu 100% therapierbar, es bleiben keine Folgeschäden und 6 Monate ist auch absehbar...
Sport darf/soll/kann ich auch machen, theoretisch was die Lunge hergibt, praktisch werde ich mich kaum allzu sehr anstrengen können, weil einfach die Lungenkap. noch nicht wieder da ist, aber zumindest kann ich mich bewegen...
Also, sieht insgesamt gar nicht mal mehr soooo übel aus, klar, immer noch ein herber Einschritt, aber ich blicke zuversichtlich nach vorne…
Einziger Wehrmutstropfen ist, dass mir die Ärzte leider nicht sagen können wo die Thrombose herkam, da ich nach deren Ansicht überhaupt niemals eine hätte bekommen dürfen.

Hawaii:
Als letzte Woche Samstag um 19h unserer Zeit hier der Startschuss fiel, das war echt hart, ich wäre wirklich so gerne dabei gewesen, immerhin der Ironman auf Hawaii, die Weltmeisterschaften, Kailua-Kona, die Mumuku winde, das Energy Lab... Ich habe versucht es mit Fassung zu tragen und mir immer wieder eingeredet, ich war ja schon mal da, sei froh, dass es dir halbwegs gut geht etc.

Nun gut, Glück hatte ich wohl was die Embolie angeht, Unglück, Hawaii muss man sich halt hart erarbeiten...

Also, ich wünsche jedem eine schöne "off-season"... und gesund bleiben!
Thorsten