Dienstag, 26. Mai 2015

724km...

Letztes Wochenende konnte ich ein paar Radkilometer abspulen. Während ich sonst immer versuche jede noch so kleine Möglichkeit zu nutzen um ein paar Meter zu radeln (außen oder innen auf dem Ergometer), hatte ich letztes WE "freie Fahrt": Samstagmittag um 12 Uhr ging es mit dem Gerry los in die Fränkische, dort sind wir ein paar Berge gefahren; der Gerry hätte sich nur ein paar Nussschnecke mehr einpacken sollen, aber gegen 18:30Uhr waren wir wieder zurück :-) Ich war kurz zuhause, habe was gegessen und getrunken, bin wieder los in Richtung Burgthann, dort den Berg 3x hoch, war um 22Uhr wieder zuhause, was essen und trinken und bin dann nochmals los, meine Nachtfahrt; war super, relativ mild, stockfinster (nur mein Licht, Lupine ist super!! :-) ), alles ruhig, nur die Geräuschkulisse von den Gezirpe... und dann ging das Licht aus, aber gut, ich konnte mich mit kleinster Stufe gerade noch so nach Hause retten, da war ich dann um 0:30h. In Summe war ich 11:11h unterwegs, 320km, perfekt. Sonntagfrüh bin ich dann los nach Thüringen zu meinen Schwiegereltern; lief soweit sehr gut; am Ende wartet dann der Thüringer Wald mit einem 10km-Anstieg (nicht zu steil), den ich gleich 2x gefahren bin. 6:53h und 202km, wieder perfekt. Am Montag ging es dann mit dem Rad zurück nach Nürnberg; das Wetter war mir allerdings nicht hold, bis Coburg feuchte / nasse Straße, aber trocken von oben; kurz hinter Coburg fing es so richtig zu schütten an, ich war schnell patschnass und mir war echt kalt… und da hatte ich noch über 3h Fahrt vor mir, bin dann nur noch auf der Bundesstraße gefahren, zum Glück mit viel Rückenwind, aber das war spaßfrei… bei Erlangen hat es dann nachgelassen mit dem Regen, in Nbg war nur noch Nieselregen… bin dann trotzdem noch an meinem Zuhause vorbei und noch weiter gefahren, um die 200km voll zu machen, völlig bescheuert, aber vom und für’n Kopf gut… 6:33h und 201km Summe: 724km in 2,5 Tagen… hoher Umfang, aber keine Intensität; dafür könnte ich heute wieder 200km fahren, Beine fühlen sich gut an :-) Herausforderung: bei meinen beiden Events werden eher die Berge und somit die muskuläre Belastung und die Knie das Problem werden… und evtl. Nässe und Kälte, da bin ich extremst empfindlich… Aber ich freue mich schon, nächste Woche Mittwoch fahren wir nach Graz, am Donnerstag um 15Uhr ist Start!

Sonntag, 26. Juni 2011

Rothseetriathlon - "des woa nix"

Eben bin ich vom Rothseetriathlon nach Hause gekommen. Irgendwie scheine ich die "Rothsee-Tria"-Seuche zu haben, seit der Wettkampf direkt am Seezentrum ist, geht nix mehr... und heute war's echt übel.

Aber es ging schon nachts los, ich konnte irgendwie überhaupt nicht schlafen, war jede Stunde wach... na ja, vielleicht sollte ich mich daran gewöhnen wenn dann unsere Kleine da ist :-)
Schon vor dem Schwimmstart war mir ziemlich kalt, beim Einschwimmen wurd's auch nicht wärmer... dann der Start, ich schwimme los, nach 3-4 Zügen merke ich, dass ich überhaupt keine Schwimmbrille auf habe, also anhalten, Brille runter ziehen, dabei vom Feld überrannt werden, weiterschwimmen bzw. besser gesagt weiterschlagen, das war heute echt ein Geprügle...
Aber egal, nach ca. 23:30min war's dann vorüber, ging ja noch, war zwar schon mal über 2min schneller, aber in Relation zu den Schwimmkilometern passt das.
Der Wechsel war wie immer langsam, dann auf's Rad, da dachte ich eigentlich, dass ich derzeit schon gut drauf bin, aber nix, Beine waren PLATT, zudem habe ich mich - entschuldigt das Wort - kotzübel gefühlt; ich weiß echt nicht, aber das Rothseewasser macht mir jedes Jahr leichte Magenprobleme... Na ja, so habe ich mich dann 40km auf dem Rad über die Strecke geschleppt, ich hatte immer wieder mal versucht doch etwas Druck auf die Pedale zu bringen, aber ging nicht. Nach ca.1:03h netto konnte ich vom Rad, war jetzt nicht glücklich, aber auch nicht so unzufrieden, aber was dann kam war die Hölle. Schon auf den ersten Metern laufen dachte ich, ich habe zwei Tonnen Blei in den Oberschenkel. Ich war knapp davor einfach zu gehen, denn mein Laufen war auch nicht schneller als flottes Gehen. Die anderen Athleten sind einfach so an mir vorbeigelaufen, einfach so... So habe ich mich dann über die 10km geschleppt und war letztlich froh, dass ich zumindest gefinisht habe.
Alles in allem war es schon ok, ein toller Wettkampf, super Atmosphäre, Wetter bescheiden (35° wären mir lieber gewesen :-) ), aber trotzdem hatte ich leider im Ziel nicht das Gefühl einen guten Wettkampf gemacht zu haben und darum geht es mir ja... aber was soll's...

Eine Sache noch. Ich hatte mich diese Woche mit einem Freund und Sportskollegen getroffen, dabei hatten wir uns auch über "Tiefstapeln" oder anders ausgedrückt "Eigenbild - Fremdbild" unterhalten. Fakt ist, dass ich dieses Jahr nicht die Zeiten der letzten 3-4 Jahre bringen kann, was in meiner subjektiven Wahrnehmung bedeutet, dass ich einfach Leistungseinbußen habe und das sage ich auch so; z.B. bin ich sonst die 1000er-Intervalle in ca.3:07min gelaufen, jetzt schaffe ich nur 3:18min; beim Schwimmen die 100er sonst in 1:21min, jetzt 1:28min; ergo, ich bin nicht so gut drauf wie sonst.
Die Ergebnislisten täuschen jetzt aber ein anderes Bild vor, 4.Platz hier, 4.Platz da trotz Sturz, also der Eckert stapelt mal wieder tief.
Ich denke, ich brauche gar nicht weiter zu schreiben, ihr seht das Dilemma, mich selbst interessiert nur meine eigene Leistungsfähig, und die ist natürlich gut (ich bin froh überhaupt wieder solch eine Form zu haben), aber trotzdem nicht so gut wie die letzten Jahre, aber das ist auch ok so...

Wie dem auch sei, ich lege mich jetzt hin und hole den Schlaf von der Nacht nach :-)
Grüße
Thorsten

Sonntag, 12. Juni 2011

Kallmünz - Wer bremst verliert...

Hi zusammen,

die Erkenntnis vorab: Die Rollwende am Rad bringt keinen Zeitvorteil!!

Gestern am Sa, den 11.6. fand in Kallmünz wieder der Triathlon statt, der einzigste Triathlon, bei dem ich wirklich jedes Jahr am Start war, das 7.Mal jetzt, sogar als Titelverteidiger.

Allerdings bin ich wohl an diesem Tag sprichwörtlich mit dem falschen Fuß aufgestanden. Ich hatte ohnehin noch ein Schlafdefizit von der Woche, und als wir dann schon rund 30km gefahren sind, ist mir eingefallen, dass ich keine Radschuhe mit habe, also umgekehrt, zurück (ich hatte kurzzeitig überlegt einfach zuhause zu bleiben und mich hinzulegen), dann etwas zügiger nach Kallmünz gehetzt, wo ich gerade noch rechtzeitig meine Unterlagen abholen und einchecken konnte.
Aber egal, an diesem Tag ging es sowieso nur max. um den 2.Platz, da mein Kumpel Krelli einen Bundesligisten engagierte, gegen den kein Kraut gewachsen war.
Mit dem schwimmen war ich zufrieden, 9:30min ist ok für mich, allerdings war mein erster Wechsel sehr schlecht, ich habe da ewig gebraucht, bin nicht aus den Neo gekommen, nicht in den Schuh rein, beim Aufstieg weggerutscht, aber egal, ich bin als 13. auf die Strecke und konnte schnell aufholen. Leider fing es dann zu regnen an, was mir kurz später zum Verhängnis wurde, da nach ca.6-7km eine scharfe Rechtskurve kommt, ich kam angeheizt, wollte bremsen, aber wer Carbon-Flanken hat weiß was passiert... nämlich erst mal gar nichts und als die Bremsen endlich griffen, hat es mich auch schon in eine Hecke reingeworfen, ich habe einen sauberen Überschlag gemacht und lag dann kopfüber im Busch. Es ist zum Glück außer ein paar Schürfwunden und Prellungen nichts Schlimmeres passiert, es war auch gleich jemand von THW da, ich stand auf, habe geschaut ob alles halbwegs ok ist, habe mein Rad gepackt, das sah auch noch in Ordnung aus, habe es auf die Straße gehoben und bin aufgestiegen. Ich bin dann erst mal vorsichtig los gefahren (am Berg mit Kette rechts, super!), aber irgendwie war dann natürlich die Spannung raus; da ich aber trotzdem die anderen Athleten überholte, riss ich mich zusammen und habe nach 2-3min wieder Fahrt aufgenommen. Letztlich konnte ich dann sogar doch noch bis auf Platz 5 vor fahren.
Beim Wechsel zum Laufen hätte es mich fast nochmals gelegt, direkt beim Absteigen hat - warum auch immer - mein Hinterrad blockiert, sodass ich fast vorn über gekippt wäre, das war haarscharf... ich habe dann mein Rad ich die Wechselzone gezerrt, Laufschuhe an und bin los gelaufen, aber als 5. mit doch gut Rückstand, da war wirklich die Luft raus.
Was mich allerdings extremst geärgert hat, war ein Athlet, der mit mir auf die Laufstrecke ging und auch bis 300m vor dem Ziel nicht von meiner Seite wich. Er hat mich ständig überholt, ist direkt vor mir wieder reingezogen und hat sofort das Tempo verlangsamt, sodass ich jedes Mal immer fast in seine Hacken gelaufen bin und selbst ausweichen msuste. Wollte ich überholen, dann hat er mir den Weg abgeschnitten, war er hinter mir, ist er in meine Hacken reingelaufen. Als er mir dann das 5. oder 6. Mal den Weg abgeschnitten hatte, habe ich ihm schon drohend zugerufen er soll den scheiß lassen, aber bis zum Ende hat er es nicht bleiben lassen, hat mich am Ortseingang sogar fast gegen eine Mauer gedrängt. Kurz vor Schluss habe ich dann einen Zwischensprint hingelegt (was ich eigentlich hasse), da konnte er zum Glück nicht mit und weg war er... aber mal ehrlich, das war ein sehr guter Athlet, der hätte es nicht nötig gehabt solch blöde Spielchen zu treiben, das war einfach nur nervig...

Egal, ich bin trotz alledem sehr sehr zufrieden, schwimmen war ok, Rad war trotz Sturz super, einen knapp 39er-Schnitt (netto), 32:30min für 21km, laufen war mit 17:54min ok, die letzten beiden Jahre war ich deutlich schneller, aber dieses Mal war einfach auch die Luft raus.

Insgesamt wie immer ein hervorragender Wettkampf mit toller Atmosphäre. Viele viele Bekannte waren dabei und das Rosa-Glitz-Team hat seine ersten Podiumsplätze eingefahren :-)

Grüße
Thorsten

Freitag, 10. Juni 2011

Steinberger See

Hallöchen,

Letzten Sonntag war ich erstmals wieder als Triathlet am Start, Mitteldistanz am Steinberger See.
Insgesamt bin ich etwas defensiver angegangen, zumal es doch eine MD war und das Wetter recht warm und schwül. Vor allem beim Schwimmen habe ich mich nicht stressen lassen und hatte bis zur ersten Boje nach ca.1km keinen Schwimmschatten, dann hatte ich einen, der war etwas zu langsam, aber vorbeigekommen bin ich auch nicht mehr... in der Wechselzone habe ich mir dann beim Neo ausziehen noch den Zeitchip mit runtergerissen, musste den erst suchen, dann war das Klettband noch eingerissen, durch das Bücken ist es mir wieder schwarz vor Augen geworden, also bin ich dann mit dem rechten Arm nach oben springend dagestanden bis ich wieder klar im Kopf war... aber egal, auf dem Rad bin ich auch etwas zurückhaltender angefahren, lief ganz gut, zwei exakt gleich schnelle Runden, wobei ich dachte, dass die Strecke absolut flach ist, aber nix da, waren echt gute Rampen dabei. Bei den Wendepunkte konnte ich die Abstände nach hinten und nach vorne sehen, aber in beide Richtungen waren die nächsten doch relativ weit entfernt, sodass ich die 70km (mit dem Steffen Sachs im Rücken, ein absolut fairer Athlet) alleine gefahren bin. Ich hatte mich die ganze Zeit über echt gut auf dem Rad gefühlt und die 190km vom Do hatte ich kaum gemerkt. Der Wechsel zum Laufen war ganz gut, bin dann aber aufgrund der Hitze und Schwüle auch defensiv los gelaufen, das war glaube ich Gold wert, und konnte dann die 4 Runden exakt gleich schnell gelaufen, immer so um 19:45min, mit 1min Richtung Zielkanal...


Das Bild ist vom Zeitfahren Hirschbachtal (Copyright Reinhard Schmidt)


Am Ende standen 32min schwimmen, 1:51h Rad und 1:20h laufen (3sec. schneller und ich wäre noch unter 1:20h gebleiben, aber scheiß drauf :-) ) zu Buche, insgesamt 3:48h, 4.Platz, sehr schön :-)
Der 4.Platz ist natürlich überragend, aber egal, auch wenn ich 100. geworden wäre, es ist einfach schön wieder "dazu zu gehören"!!

Glückwunsch auch an den Krelli, der nach einer harten Trainingswoche den 3.Platz belegt hat… Roth kann kommen, ich gönne dir eine 8:40h, die hast du auch drauf :-)
Noch größere Glückwünsche gehen aber an zwei Damen. Die ein hat nach einer schweren Krankheit mit viele Rückschlägen den Triathlonsport für sich entdeckt und letzten Sonntag ihre erste Kurzdistanz gefinisht; dabei geht es nicht um schnelle Zeiten oder Platzierungen, sondern einfach darum ein persönliches Ziel zu erreichen, RESPEKT! Die andere Dame hat mich für völlig überraschend ihre erste MD gemacht, überraschend deswegen, weil ich sie direkt vor der Gabelung Ziel / nächste Runde noch überholt hatte und dachte sie läuft jetzt ins Ziel. Im Zielbereich später kam sie plötzlich über die Ziellinie gelaufen, mit blutigen Füßen, "so was mach ich NIE wieder", aber mit einem Grinsen im Gesicht, das genau das Gegenteil gesagt hat :-)

Grüße und weiterhin gutes Gelingen
Euer Thorsten